Wer wissen möchte, ob seine Schilddrüse gut funktioniert, kann zum Beispiel einen sogenannten TSH-Test auf eigene Rechnung machen lassen. Ob so ein Test etwas nützt, ist jedoch fraglich. Der IGeL-Monitor bewertet die TSH-Bestimmung des Schilddrüsen-Checks mit „tendenziell negativ“.
Der PSA-Test zur Früherkennung des Prostatakarzinoms ist seit vielen Jahren in der Diskussion. Kürzlich kam der Vorwurf auf, eine der großen Studien sei nicht aussagekräftig. Eine erneute Bewertung des PSA-Tests im IGeL-Monitor ergab jedoch kein neues Ergebnis.
In der Arztpraxis bekommt jeder zweite Patient Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) angeboten, die privat zu bezahlen sind. Häufig geht es um ergänzende Früherkennungs-untersuchungen wie Ultraschall, Lungen-Check, EKG und andere. Doch die Schaden-Nutzen-Bilanz dieser Leistungen fällt oft eher negativ aus. Auch Früherkennung kann schaden. Mit dem Internetportal www.igel-monitor.de, das der MDS betreibt, haben die Patienten seit fünf Jahren eine wissenschaftlich fundierte Entscheidungshilfe für und gegen IGeL.
Die Spirometrie soll helfen, Lungenschäden frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Studien zu Nutzen und Schaden wurden jedoch keine gefunden. Der IGeL-Monitor bewertet das Verfahren bei Menschen ohne Atembeschwerden als „tendenziell negativ“.
Mit einem EKG eine koronare Herzkrankheit zu diagnostizieren, ist seit Jahrzehnten medizinischer Standard. Doch was bringt das EKG zur Früherkennung? Der IGeL-Monitor bewertet das Vorsorge-EKG mit „tendenziell negativ“.
Die dritte Hörsturz-Bewertung des IGeL-Monitors zeigt ein klares Ergebnis: Mit Infusionen die Durchblutung im Ohr verbessern zu wollen, bringt Hörsturz-Patienten keinen Nutzen, kann aber schaden.
Ein Leserbrief an eine US-amerikanische Fachzeitschrift schlägt derzeit in deutschen Medien hohe Wellen: Eine Studie, die dem PSA-Test keinen Nutzen bescheinigt hatte, soll wertlos sein. Was ist dran?
Die Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern ist eine häufige IGeL. Studien zum Nutzen haben die Experten des IGeL-Monitors dennoch keine gefunden. Mögliche Schäden sind aber erwartbar.
Um Patienten über ihre Rechte und Möglichkeiten beim Zahnarzt aufzuklären, haben die Verbraucherzentralen NRW, Rheinland-Pfalz und Berlin das Portal ‚Kostenfalle-Zahn‘ ins Leben gerufen.
82 Prozent der Versicherten kennen Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL). Und jeder Zweite (52 Prozent), der die Selbstzahlerleistungen in der Arztpraxis angeboten bekommt, nimmt sie an. Drei Viertel der Patienten fühlen sich aber nicht ausreichend über Schäden informiert - das sind die Ergebnisse der Evaluation des IGeL-Monitors, bei der 2.149 Versicherte repräsentativ befragt worden sind.
Die meisten Eltern möchten ihr ungeborenes Baby öfter sehen als die Krankenkasse bezahlt. Aus medizinischer Sicht spricht weder etwas dafür noch dagegen. Zu diesem Ergebnis kommt der IGeL-Monitor in seiner aktuellen Bewertung von ergänzenden Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft.
Bericht über das Presseseminar des MDS „Wenn die Praxiskasse klingelt – Markt und Evidenz der Individuellen Gesundheitsleistungen“ am 11. und 12. April 2016
Gegen Übelkeit und ähnliche Beschwerden greifen Schwangere gerne zu „sanften“ Verfahren wie der Akupunktur. Die aktuelle Bewertung des IGeL-Monitors zeigt, dass die Effekte gering sind.
Die Mediathek des IGeL-Monitors bekommt Zuwachs: Neben dem PSA-Test wird nun auch die Glaukom-Früherkennung in einem kurzen Film vorgestellt.
In ihrem soeben erschienenen Buch „IGeL-Angebote beim Arzt“ gibt die Verbraucherzentrale NRW Tipps für den IGeL-Alltag und stellt Bewertungen des IGeL-Monitors vor.
Der IGeL-Monitor erweitert sein Informationsangebot. Alles Wichtige zu jeder bewerteten Selbstzahlerleistung ist ab sofort jeweils in einem „Merkblatt für das Praxisgespräch“ zusammengefasst.
Weil der IGeL-Monitor zu einer positiven Einschätzung der Stoßwellentherapie beim Fersenschmerz kam, wird nun darüber beraten, ob die Maßnahme Kassenleistung werden soll.
Wie es zu einem Hörsturz kommt, weiß man nicht. Eventuell spielen Entzündungen eine Rolle, die von Glukokortikoiden eingedämmt werden sollen. Wirklich hilfreich ist das aber nicht.
Bereits zum achten Mal hat das Wissenschaftliche Institut der AOK die Versicherten nach IGeL befragt. Danach wurden im vergangenen Jahr jedem dritten Versicherten IGeL angeboten.
Bei vielen Säuglingen entstehen kurz nach der Geburt Blutschwämmchen. Meist verschwinden sie von selbst. Sie mit dem Farbstofflaser entfernen zu lassen, bringt keine besseren Resultate.
Jeder zweite Patient bekommt beim Arztbesuch Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) angeboten. Die meisten dieser Selbstzahlerleistungen haben nach wissenschaftlicher Bewertung des Medizinischen Dienstes des GKV-Spitzenverbandes (MDS) keinen nachweisbaren Nutzen oder sie schaden. Um Versicherten eine fundierte Entscheidungshilfe zu bieten, betreibt der MDS seit drei Jahren das Internet-Portal www.igel-monitor.de. Zwei Millionen Nutzerinnen und Nutzer greifen auf dieses Portal bislang zurück.
Sie gehört zu den häufigsten IGeL, doch ihr Nutzen ist nicht belegt: die Kombiuntersuchung aus Augenspiegelung und Messung des Augeninnendrucks zur Glaukomvorsorge.
Manche schwören auf die heilende Kraft von Magnetfeldern, etwa um Schmerzen zu lindern. Ärzte bieten die Therapie als IGeL an, doch weder Nutzen noch Schaden sind belegt.
Wenn die Ferse anhaltend entzündet ist und schmerzt, kann eine Therapie mit heftigen Schallstößen Linderung bringen. Die Nebenwirkungen der Behandlung sind gering.
Das Team des IGeL-Monitors hat vier Bewertungen aktualisiert: Stoßwellentherapie beim Tennisarm und bei der Kalkschulter, Eigenbluttherapie bei Tendinopathie sowie Ultraschall der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung. Obwohl teilweise neue Studien, neue Übersichtsarbeiten oder neue Empfehlungen gefunden wurden, blieben die Bewertungen gleich.
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat ein neues Internetportal gestartet: igel-aerger.de. Wer sich über allzu kaufmännisches Gebaren von Ärzten beschweren will, findet dort Gehör.
Viele Studien, wenig Sicherheit: Einem geringen Nutzen der Injektion von Hyaluronsäure bei Kniebeschwerden stehen Schäden gegenüber.
Kaum Studien, enttäuschende Ergebnisse: Der NMP22-Test auf Harnblasenkrebs ist zwar schnell gemacht, aber er schlägt oft falschen Alarm und übersieht viele Tumore.
Manche ekeln sich, andere schwören darauf: Blutegel sollen Kniebeschwerden lindern. Studien bestätigen nicht, dass die Blutsauger wirklich nützlich sind.
Eine Erhebung der Bertelsmann-Stiftung ergibt, dass sich beinahe jeder fünfte Versicherte in Arztpraxen gedrängt fühlt, IGeL in Anspruch zu nehmen. Spitzenreiter sind mit weitem Abstand die Augenärzte.
Der PSA-Test ist die erste Bewertung des IGeL-Monitors, die aktualisiert wurde. Auch längere Laufzeiten der großen Studien ändern nichts am Gesamtbild: Die Angaben zum Nutzen des PSA-Tests sind nach wie vor widersprüchlich, die Schäden dagegen übereinstimmend deutlich.
Statement von Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS, zum Kongress „Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) – welche Informationen brauchen Patienten?“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) in Berlin.
Wenn sich an den Sehnen der Schultermuskulatur Kalkklümpchen bilden, kann das sehr schmerzhaft sein. Eine Stoßwellentherapie könnte hier laut IGeL-Monitor nützen, aber auch leichte Schäden anrichten.
Der IGeL-Monitor des Medizinischen Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) wurde gestern mit dem dfg-Award® für hervorragende Leistungen im Gesundheitswesen ausgezeichnet. Der auch als „Oscar des Gesundheitswesens“ bekannte Preis wird jährlich vom Dienst für Gesellschaftpolitik (dfg), einem gesundheitspolitischen Hintergrunddienst verliehen.
Trotz hohem Niveau des Mammographie-Programms zur Brustkrebs-Früherkennung sterben jährlich 17.000 Frauen an Brustkrebs. Ob zusätzliche Ultraschall-Untersuchungen die Situation verbessern, ist unklar.
Trotz eines umfangreichen Krebsfrüherkennungsprogramms können Versicherte aus eigener Tasche weitere Tests erwerben. Einer von ihnen ist der M2-PK Stuhltest. Überzeugende Vergleiche fehlen jedoch bislang.
Elektrische Impulse haben in der Medizin eine lange Tradition. Zu diesen Verfahren zählt auch die heute gebräuchliche Hochtontherapie. Die wenigen Studiendaten weisen weder auf Nutzen noch Schaden hin.
Eine Studie – gefördert durch das Bundesministerium für Verbraucherschutz – untersuchte insgesamt 45 Informationsquellen zum Thema IGeL. Die heute vorgestellte Studie sieht den IGeL-Monitor auf Platz 1.
Nach der professionellen Zahnreinigung, kurz PZR, haben die Nutzer des IGeL-Monitors bislang am häufigsten gefragt. Wissenschaftler des IGeL-Monitors finden in Studien weder Hinweise auf einen Nutzen noch auf einen Schaden.
Vor gut einem halben Jahr bewertete der IGeL-Monitor den Ultraschall zur Früherkennung von Eierstockkrebs als „negativ“. Jetzt kommt ein US-Gremium zu demselben Schluss.
Nach anhaltenden Protesten der Kassen und anderer Institutionen hat das Bundesamt für Wirtschafts- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Förderung von IGeL-Coachings eingestellt.
Eine Befragung der Bertelsmann-Stiftung zeigt zum einen, dass nur jeder Dritte sehr hohes Vertrauen zu Ärzten hat, und zum anderen, dass jeder Zweite IGeL-Angebote größtenteils für überflüssig hält.
Am 05.07.2012 veröffentlichte der IGeL-Monitor eine Beschreibung der Dermatoskopie oder Auflichtmikroskopie, die von Hautärzten als „Individuelle Gesundheitsleistung“ (IGeL) bei der Früherkennung von Hautkrebs angeboten wird. Die Beschreibung enthielt explizit keine Bewertung, weil der IGeL-Monitor keine Grundlage dafür erkennen konnte, die Untersuchung überhaupt als IGeL anzusehen
Die Bundesregierung stellt klar: Ärzte gehören zu den freien Berufen und sind somit berechtigt, Finanzhilfen für Kurse zu beantragen, in denen sie das Verkaufen von individuellen Gesundheitsleistungen lernen.
Es gibt zwar etliche Untersuchungen über den IGeL-Markt, aber immer noch viele Wissenslücken. Deshalb haben jetzt die Verbraucherzentralen in nahezu allen Bundesländern eine Online-Umfrage gestartet.
Eine neue Bewertung des IGeL-Monitors widmet sich der „Hyperbaren Sauerstofftherapie“ zur Hörsturz-Behandlung. Da ein Nutzennachweis nicht erkennbar ist, aber leichte Schäden auftreten können, fällt das Fazit insgesamt „tendenziell negativ“ aus.
Dutzende Beiträge in der Fach- und Publikumspresse, eine viertel Million Besucher des Portals und hunderte Zuschriften – so furios startete der IGeL-Monitor, das Internet-Portal des MDS zu Individuellen Gesundheitsleistungen.
Ab sofort können sich Versicherte über Nutzen und Schaden von Individuellen Gesundheitsleistungen auf einem eigenen Internetportal informieren. Unter www.igel-monitor.de erhalten sie wissenschaftlich fundierte Bewertungen zu sogenannten Selbstzahlerleistungen. Entwickelt wurde die nicht-kommerzielle Internetplattform vom Medizinischen Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS).