Hohes Lob von höchster Stelle

PRESSEMITTEILUNG
Essen, 07. November 2012

Eine Studie – gefördert durch das Bundesministerium für Verbraucher-schutz – untersuchte insgesamt 45 Informationsquellen zum Thema IGeL. Die heute vorgestellte Studie sieht den IGeL-Monitor auf Platz 1.

Es ist ein 188 Seiten starkes Dokument geworden, welches Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner heute in Berlin vorstellte: der Abschlussbericht des Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES Institut) mit dem Titel „Untersuchungen zum Informationsangebot zu Individuellen Gesundheitsleistungen“. In dem Bericht geht das Institut vor allem der Frage nach, wo sich Versicherte über IGeL informieren können und wie verlässlich diese Informationen sind. Ergebnis: Der IGeL-Monitor schnitt am besten ab.

Für die Studie, die im Auftrag der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung erstellt und durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert wurde, analysierten die Wissenschaftler des IGES Instituts und des Instituts für Medizinrecht der Universität zu Köln insgesamt 45 Quellen: 2 schriftliche Informationsmaterialien, 12 Internet-Angebote und 31 Materialien, die bei Stichproben in Berliner Arztpraxen gesammelt wurden. Diese IGeL-Quellen wurden dann anhand von 22 Kriterien bewertet. So fragten die Forscher beispielsweise danach, ob der Nutzer bzw. die Nutzerin in eine Entscheidungsrichtung gedrängt werden, ob die Texte für die Zielgruppe verständlich sind und ob die Informationen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigen.

Die Studie ergab, „dass den Verbraucherinnen und Verbrauchern eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung steht, um entscheidungsunterstützende Informationen einzuholen.“ Allerdings: „Bei den Informationsmöglichkeiten bestehen jedoch sehr deutliche Unterschiede hinsichtlich des Umfangs, des Informationsgehaltes und der Qualität.“ Während viele der Informationsmaterialien „kaum geeignet“ seien, „um Verbraucherinnen und Verbrauchern eine informierte Entscheidung für oder gegen eine IGeL zu ermöglichen“, wird der IGeL-Monitor als „das derzeit umfassendste und auch hinsichtlich der Bewertungskriterien beste Informationsangebot“ bezeichnet.
„Wir freuen uns sehr über die Anerkennung“, sagt Monika Lelgemann, Leiterin des Projekts IGeL-Monitor beim MDS. Gerade bei dem so heftig und kontrovers diskutierten Thema IGeL sei das Ergebnis der Untersuchung des IGES Instituts „eine wertvolle Bestätigung“ der Arbeit des IGeL-Teams.


Hintergrund:

Unter www.igel-monitor.de erhalten Versicherte wissenschaftlich fundierte Bewertungen zu sogenannten Selbstzahlerleistungen. Entwickelt wurde die nicht-kommerzielle Internetplattform vom Medizinischen Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS). Der MDS berät den GKV-Spitzenverband in allen medizinischen und pflegerischen Fragen, die diesem qua Gesetz zugewiesen sind. Er koordiniert und fördert die Durchführung der Aufgaben und die Zusammenarbeit der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) auf Landesebene in medizinischen und organisatorischen Fragen.

Von den bislang 27 besprochenen IGeL-Leistungen wurden 23 bewertet:

  • „positiv“ 0
  • „tendenziell positiv“ 3
  • „unklar“ 8
  • „tendenziell negativ“ 8
  • „negativ“ 4.


Pressekontakt:

IGeL-Monitor
Dr. Christian Weymayr
Tel.: 01577 6811061
presse@igel-monitor.de

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