Wer lieber Papier mag: IGeL-Wissen jetzt als Buch

Essen, 08. Oktober 2015

In ihrem soeben erschienenen Buch „IGeL-Angebote beim Arzt“ gibt die Verbraucherzentrale NRW Tipps für den IGeL-Alltag und stellt Bewertungen des IGeL-Monitors vor.

Seit einem Jahr sorgt die Verbraucherzentrale NRW mit ihrem Portal „IGeL-Ärger“ für viel Wirbel. 1500 verärgerte Bürger haben ihrem Unmut bereits Luft gemacht und ihre Erfahrungen auf der Internetseite von IGeL-Ärger geschildert. Nun gibt die Verbraucherzentrale Bürgern etwas an die Hand, mit dem sie sich bereits im Vorfeld informieren und so eventuell Ärger vermeiden können: das Buch „IGeL-Angebote beim Arzt – Was Sie über private Zusatzleistungen wissen müssen“. Autorin des Buches ist die freie Medizinjournalistin Tanja Wolf.

Das handliche, 200 Seiten starke Buch besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil werden Grundlagen erklärt und praktische Tipps gegeben: Was sind IGeL, warum gibt es sie, was bezahlen die Kassen, wer tummelt sich im IGeL-Markt? Da sich Verbraucherzentralen besonders durch ihre juristische Kompetenz auszeichnen, ist rechtlichen Fragen ein eigenes Kapitel gewidmet: Was darf der Arzt, welche Rechte haben Patienten? Tipps für das Arztgespräch runden den ersten Teil ab.

Im zweiten Teil des Buches werden konkret Nutzen und Schaden einzelner IGeL besprochen. Grundlage dafür sind die Bewertungen des IGeL-Monitors. So richtet sich auch die Einteilung der gut 20 IGeL-Beispiele nach den Bewertungen, die das Team des IGeL-Monitors vergibt: von „tendenziell positiv“ über „unklar“ und „tendenziell negativ“ bis „negativ“. Auch zwei Angebote der Alternativmedizin und drei bislang vom IGeL-Monitor noch nicht bewertete IGeL werden diskutiert. Und schließlich kommen auch jene Selbstzahlerangebote zur Sprache, die vom IGeL-Monitor zwar beschrieben, aber nicht bewertet wurden.

So ist das Buch „IGeL-Angebote beim Arzt“ eine sehr begrüßenswerte Initiative der Verbraucherzentrale, die zur rechten Zeit kommt. Schließlich gewinnt das Leitbild des über Nutzen und Schaden von Leistungen aufgeklärten Patienten, der mitentscheiden möchte, im Gesundheitswesen immer mehr an Gewicht. Das Buch ist auch eine gelungene Kooperation der beiden Institutionen Verbraucherzentrale NRW und IGeL-Monitor des MDS, die sich in ihren Kompetenzen gut ergänzen. Und es ist ebenso eine hilfreiche Ergänzung der Online-Angebote der beiden Institutionen – für alle, die lieber auf Papier lesen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Verbraucherzentrale NRW

Pressekontakt:
Dr. Christian Weymayr
Projektleiter IGeL-Monitor
Tel.: 01577 6811061
E-Mail: presse@igel-monitor.de

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