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Ultraschall der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung

 

IGeL-Info kompakt

Einen Ultraschall der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung bewerten wir mit „negativ“.

Eierstockkrebs, auch Ovarialkarzinom genannt, ist die fünfthäufigste Krebstodesursache bei Frauen. Zur Früherkennung wird von den gesetzlichen Krankenkassen ein jährliches Abtasten ab dem 20. Lebensjahr bezahlt. Frauenärzte bieten darüber hinaus Ultraschalluntersuchungen der Eierstöcke an, oft im Rahmen einer „gynäkologischen Krebsvorsorge“. Besteht ein Verdacht auf Eierstockkrebs ist der Ultraschall eine GKV-Leistung, ohne Verdacht eine IGeL. Ultraschalluntersuchungen sind als IGeL bei vielen Arztgruppen weit verbreitet: Jede fünfte angebotene IGeL ist ein Ultraschall.

Eine im Juni 2011 veröffentlichte große Studie bestätigte, was andere Studien bereits angedeutet haben: Mit Ultraschalluntersuchung sterben gleich viele Frauen an Eierstockkrebs wie ohne Untersuchung. Diese und andere Studien zeigen jedoch, dass Frauen durch Fehlalarme häufig unnötig beunruhigt und sogar eigentlich gesunde Eierstöcke entfernt werden. Eine erneute Suche nach aktuelleren Studien im Juli 2014 bestätigte unsere Bewertung. Auch ärztliche Fachgesellschaften raten inzwischen von der Untersuchung ab.

IGeL-Info ausführlich

Erstellt am: 16.01.2012 | Letzte Aktualisierung: 17.09.2014

Steckbrief dieser IGeL

  • Frauenarzt
  • Eierstöcke
  • Früherkennung von Eierstockkrebs
  • Ultraschall eines Organs
  • Bei ohnehin durchgeführtem Ultraschall: beide Eierstöcke zusätzlich zwischen 9 und 21 Euro; Ultraschall nur der Eierstöcke zwischen 25 und 53 Euro
  • Jährliches Abtasten des Unterleibs ab dem 20. Lebensjahr zur Krebsfrüherkennung; Ultraschall und andere Untersuchungen bei konkretem Verdacht auf Eierstockkrebs

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