Gut informiert entscheiden

Es gibt medizinische Leistungen, die Sie in ärztlichen Praxen selbst bezahlen müssen. Diese Leistungen heißen Individuelle Gesundheitsleistungen oder kurz IGeL. Der IGeL-Monitor bewertet Nutzen und Schaden der IGeL. Damit Sie gut informiert entscheiden können. Außerdem bieten wir Ihnen neben den IGeL-Bewertungen noch viele hilfreiche Informationen rund um das IGeL-Geschehen.

Hinter diesem Angebot steht der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS) . Der MDS wird vom Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) finanziert. Der IGeL-Monitor wird vom Bundesministerium für Gesundheit und vom Bundesministerium für Verbraucherschutz ausdrücklich ermpfohlen, weil IGeL hier „wissenschaftlich fundiert und allgemeinverständlich bewertet" werden.

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Aktuelles

Schwangere Frau bekommt Ultraschall

Ab 2021: Ultraschall als „Babyfernsehen“ wird verboten

Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft, die nicht medizinisch begründet und nicht Teil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung sind, werden zum 1. Januar 2021 verboten. Das Verbot umfasst Doppler-, Duplex-, 3D- oder 4D-Verfahren, die landläufig „Babyfernsehen“, „Babykino“ oder „Babyviewing“ genannt werden. Viele Praxen bieten solche Untersuchungen als Selbstzahlerleistungen (IGeL) an. Eine neue Verordnung im Strahlenschutzgesetz soll Embryos vor einer unnötigen, zu hohen Ultraschallintensität schützen.

Bild: homonstock/Fotolia

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Von der IGeL zur Kassenleistung: Dermatoskopie zur Früherkennung von Hautkrebs

Seit April 2020 ist die Dermatoskopie Bestandteil der Hautkrebsfrüherkennung. Sie wird im Abstand von zwei Jahren von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Bild: zoranm / iStock

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Ärztin mit Ultraschallgerät

IGeL-Monitor bewertet Ultraschall zur Früherkennung von Gebärmutterkörperkrebs mit „tendenziell negativ“ sowie Ultraschall zur Früherkennung von Eierstockkrebs weiterhin mit „negativ“

Das Team des IGeL-Monitors hat die Selbstzahlerleistung Ultraschall zur Früherkennung von Gebärmutterkörperkrebs erstmals bewertet. Die Bewertung des Ultraschalls der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung wurde aktualisiert. In Studien zu beiden Untersuchungen gab es mehr Hinweise auf Schäden als auf einen Nutzen für Patientinnen. Fachgesellschaften raten übereinstimmend davon ab, diese Untersuchungen als Screening anzuwenden. Dennoch werden die Untersuchungen häufig angeboten – auch jüngeren Frauen, die offensichtlich nicht zur Risikogruppe gehören. Gynäkologische Praxen handeln damit gegen die Empfehlungen medizinischer Fachgesellschaften.

Bild: Mariakay / iStock

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PRESSEMITTEILUNG DES MDS

IGeL-Report 2020 und der Umgang mit COVID-19-Antikörpertests: Versicherte brauchen bessere Information und Aufklärung – Regeln sind von den Arztpraxen einzuhalten

Drei von vier Patientinnen und Patienten kennen Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) in der Arztpraxis. Zu den Topsellern gehören nach wie vor auch IGeL, die mehr schaden als nützen. Neu auf dem IGeL-Markt sind COVID-19-Antikörpertests. Aufgrund nicht ausreichender Aufklärung über die Bedeutung der Testergebnisse besteht die Gefahr, dass Patientinnen und Patienten sich in falscher Sicherheit wiegen und deshalb Abstands- und Hygieneregeln missachten könnten.

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PRESSEMITTEILUNG DES MDS

Neue IGeL: COVID-19-Antikörpertests: Viele Unsicherheiten für die Patienten

Ein positiver Antikörpertest bedeutet nicht zwingend, dass man COVID-19 schon hatte. 37 vom Team des IGeL-Monitors zu Rate gezogene Studien und sieben Übersichtsarbeiten kommen zu dem Schluss, dass die Tests vor allem hinsichtlich falsch positiver Ergebnisse kritisch zu sehen sind. Dennoch bieten Arztpraxen COVID-19-Antikörpertests als Selbstzahlerleistung an. Die Beratung ist oft lückenhaft. Versicherte werden über die Bedeutung der Testergebnisse nicht ausreichend aufgeklärt.

Bild: Maksim / Tkachenko / iStock

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Augenärztin misst Augen von Patient mit OCT-Gerät

OCT zur Früherkennung einer feuchten, altersbedingten Makuladegeneration mit „tendenziell negativ“ bewertet

Das Team des IGeL-Monitors hat die Optische Kohärenztomographie, kurz OCT, zur Früherkennung einer feuchten, altersbedingten Makuladegeneration erstmals unter die Lupe genommen. Es sieht bei dieser Untersuchung keinen Nutzen für die Patientinnen und Patienten, hält aber anhand der Studien lage mögliche Schäden für nicht ausgeschlossen. Deshalb bewerten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die OCT-Früherkennung mit „tendenziell negativ“.

Bild: Sergio Azenha / Alamy Stock Photo

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Offene Tür zur Computertomographie

Neue Beschreibung: Computertomographie (CT) zur Früherkennung schwerer Krankheiten

Die Computertomographie wird in vielen radiologischen Praxen zur Früherkennung angeboten, obwohl sie dafür nicht zugelassen ist. Der IGeL-Monitor bewertet nicht den Nutzen und Schaden dieser Früherkennungsuntersuchungen, sondern informiert in einer Beschreibung, unter welchen Voraussetzungen solche Leistungen erbracht werden können und wann diese unzulässig sind.

Bild: Caro / Oberhaeuser / FOTOFINDER.COM

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Frau bekommt Augen mit Heidelberg Retina Tomograph gemessen

HRT zur Früherkennung eines Glaukoms mit „tendenziell negativ“ bewertet

Zur Früherkennung eines Glaukoms bieten viele Augenärztinnen und Augenärzte verschiedene Verfahren als Selbstzahlerleistung an. Dazu gehört auch die Heidelberg Retina Tomographie (HRT), die der IGeL-Monitor jetzt erstmals unter die Lupe genommen hat. Insgesamt sieht der IGeL-Monitor keinen Nutzen , aber mögliche Schäden der HRT zur Glaukom-Früherkennung. Die Bewertung lautet deshalb „tendenziell negativ“. Nach wie vor mit „tendenziell negativ“ bewertet der IGeL-Monitor auch die Kombination aus Augenspiegelung und Augeninnendruckmessung zur Glaukom-Früherkennung. Die erste Bewertung dieser Kombi-Untersuchung aus dem Jahr 2015 wurde jetzt aktualisiert.

Bild: M. Timm

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PRESSEMITTEILUNG DES MDS

Umgang mit IGeL in Augenarztpraxen verunsichert Patienten

Fast jeder zweite Versicherte bekommt beim Praxisbesuch Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) angeboten. Besonders häufig sind Patientinnen und Patienten damit in Augenarztpraxen konfrontiert. Der IGeL-Monitor nimmt den Umgang mit Selbstzahlerleistungen kritisch unter die Lupe und stellt als neue Bewertung die Früherkennung eines Glaukoms mit der Optischen Kohärenztomographie vor.

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Ältere Frau erhält Optische Kohärenztomographie an Augen

Früherkennung eines Glaukoms mit Optischer Kohärenztomographie mit „tendenziell negativ“ bewertet

Viele Augenärztinnen und Augenärzte bieten die Optische Kohärenztomographie, kurz OCT, zur Früherkennung eines Glaukoms als Selbstzahlerleistung an. Der IGeL-Monitor wollte wissen, ob die Untersuchung tatsächlich verhindern kann, dass Menschen aufgrund ihres Glaukoms erblinden. Aussagekräftige Studien dazu konnten jedoch nicht gefunden werden. Auch konnten Studien nicht zeigen, dass eine frühe Therapie nützlich ist. Indirekte Schäden sind bei Früherkennungsuntersuchungen jedoch immer zu erwarten. Die Bewertung dieser Individuellen Gesundheitsleistung, kurz IGeL, lautet deshalb „tendenziell negativ“.

Bild: Science Photo Library / Knapton, Chris

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Älterer Mann blickt aus Fenster

IGeL-Monitor bewertet MRT zur Früherkennung einer Alzheimer-Demenz erneut mit „tendenziell negativ“

Bereits 2012 hatte das wissenschaftliche Team des IGeL-Monitors die MRT zur Alzheimer-Früherkennung mit „tendenziell negativ“ bewertet. Nun hat der IGeL-Monitor die Leistung erneut auf den Prüfstand gestellt. Doch auch die zwischenzeitlich veröffentlichten Studien ergeben keine Anhaltspunkte für einen Nutzen bei Menschen ohne Anzeichen einer Demenz

Bild: canonboy/Fotolia

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Hand einer Frau hält sich schmerzende Ferse

Von der IGeL zur Kassenleistung: Dank IGeL-Monitor wird die Stoßwellentherapie beim Fersenschmerz bezahlt

Seit 1. Januar 2019 wird die Stoßwellentherapie beim Fersenschmerz unter bestimmten Voraussetzungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Anstoß gab die „tendenziell positive“ Bewertung des IGeL-Monitors.

Bild: SENTELLO/Fotolia

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Grafische Darstellung einer Zyste im Darm

IGeL-Monitor: M2-PK-Test zur Früherkennung von Darmkrebs mit „unklar“ bewertet

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IGeL-Monitors haben den M2-PK-Stuhltest unter die Lupe genommen. Der Test wird in Arztpraxen zur Früherkennung von Darmkrebs als Selbstzahlerleistung angeboten, obwohl es in Deutschland bereits ein umfangreiches Angebot zur Darmkrebs-Vorsorge gibt. Aussagekräftige Studien zu Nutzen und Schaden des M2-PK-Tests konnten nicht gefunden werden. Die Bewertung dieser Individuellen Gesundheitsleistung, kurz IGeL, lautet deshalb „unklar“.

Bild: psdesign1/Fotolia

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