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Unsere Tipps für den Umgang mit IGeL-Angeboten.
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Kann es Schmerzen lindern, wenn der Tennisarm mit Stoßwellen behandelt wird?
Bild: Photographee.eu/Fotolia| Fachgebiet | Chirurgie/Orthopädie |
|---|---|
| Bereich | Bewegung |
| Anlass | Schmerzen am Ellenbogen |
| Verfahren | Behandlung mit Stoßwellen |
| Kosten | Pro Anwendung zwischen etwa 120 und 620 Euro |
| GKV-Leistung | Physiotherapie, Schmerzmittel |
Wir bewerten die IGeL „Stoßwellentherapie beim Tennisarm“ mit „unklar“.
Ein sogenannter Tennisarm (Epicondylopathia humeri radialis) entsteht bei einer Kombination aus Überlastung der Muskulatur im Bereich des Ellenbogens, Reizung von Sehnen und Veränderungen im Stoffwechsel des Gewebes. Der Name „Tennisarm“ stammt ursprünglich von der Beobachtung, dass Personen, die Tennis spielen, oft Ellenbogenschmerzen bekamen. Allerdings kommt der Tennisarm nicht nur bei Tennisspielern vor – wenngleich dieser Sport ein besonderer Risikofaktor ist. Andere Überlastungen im Alltag, Beruf und Sport oder auch frühere Verletzungen können ebenfalls die tennisarm-typischen Beschwerden auslösen: Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens, die in den Ober- und Unterarm ausstrahlen können, sowie Schwächungen im Handgelenk. Selbst das Händeschütteln oder das Anheben leichter Gegenstände kann schmerzhaft sein. Bei Belastung verstärken sich die Beschwerden. Ein Tennisarm kann daher den Alltag empfindlich einschränken.
Man schätzt, dass in Deutschland bis zu drei von einhundert Personen im Laufe ihres Lebens einen Tennisarm entwickeln, vor allem im Alter zwischen 40 und 54 Jahren. Frauen und Männer sind etwa gleich häufig betroffen.
Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen bei Beschwerden wegen eines Tennisarms schmerzlindernde Medikamente sowie Physiotherapie. In langwierigen Fällen kommt auch ein operativer Eingriff in Frage, bei dem erkranktes Gewebe entfernt oder geglättet wird.
Darüber hinaus bieten orthopädische Praxen IGeL an. Dazu gehören die fokussierte und die radiale extrakorporale Stoßwellentherapie: „extrakorporal“ bedeutet, dass Schallwellen von außen durch die Haut auf das zu behandelnde Gewebe gerichtet werden. Fokussierte Stoßwellen wirken dabei punktgenau und dringen tief in das Gewebe ein. Radiale Stoßwellen breiten sich strahlenförmig aus und dringen weniger tief ins Gewebe ein. Die Behandlung besteht meist aus einer körperlichen Untersuchung, einer Beratung und einem Behandlungszyklus, der in beiden Varianten mehrere Anwendungen umfasst. Sie kostet bei der fokussierten Stoßwellentherapie etwa 620 Euro, bei der radialen Stoßwellentherapie etwa 120 Euro.
Das wissenschaftliche Team des IGeL-Monitors wollte wissen, ob die Stoßwellentherapie die Beschwerden von Personen mit Tennisarm lindern kann. In einer umfassenden Suche und Auswertung wissenschaftlicher Studien haben wir keine eindeutigen Hinweise auf einen Nutzen dieser IGeL gefunden. Außerdem wollten wir wissen, ob die Stoßwellentherapie schadet – auch Hinweise auf einen Schaden haben wir nicht gefunden.
Somit lautet unsere zusammenfassende Bewertung: „unklar“.
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Bild: Photographee.eu/Fotolia
https://www.igel-monitor.de/igel-a-z/igel/show/stosswellentherapie-beim-tennisarm.html
| Fachgebiet | Chirurgie/Orthopädie |
|---|---|
| Bereich | Bewegung |
| Anlass | Schmerzen am Ellenbogen |
| Verfahren | Behandlung mit Stoßwellen |
| Kosten | Pro Anwendung zwischen etwa 120 und 620 Euro |
| GKV-Leistung | Physiotherapie, Schmerzmittel |
Der sogenannte Tennisarm ist eine schmerzhafte Erkrankung im Bereich des Ellenbogens. Sie entsteht, wenn die Muskeln und Sehnen überbeansprucht werden. Das führt im Bereich des Ellenbogens zur Überlastung der Muskulatur, zur Reizung von Nerven und zu Veränderungen im Stoffwechsel des Gewebes.
Trotz der gebräuchlichen Bezeichnung bekommen nicht nur Tennisspielerinnen und Tennisspieler einen Tennisarm. Zwar ist dieser Sport wegen der hohen Rückschlagkraft bekannt dafür, das Risiko für einen Tennisarm zu erhöhen; aber auch viele andere Freizeit-, Alltags- oder Berufstätigkeiten, bei denen die Arme dauerhaft belastet werden, können zu dieser schmerzhaften Erkrankung führen. Sogar scheinbar harmlose Bewegungen können einen Tennisarm auslösen, zum Beispiel das Spielen eines Instruments. Frühere Verletzungen erhöhen ebenfalls das Risiko für einen Tennisarm.
Typisch für den Tennisarm sind Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens, die in den Ober- und Unterarm ausstrahlen können. Dazu kommen eine spürbare Schwäche und Einschränkungen im Handgelenk. Selbst das Händeschütteln oder das Anheben leichter Gegenstände kann schmerzhaft sein. Vor allem bei Belastung nehmen die Beschwerden zu. Ein Tennisarm kann daher den Alltag betroffener Personen empfindlich einschränken.
Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen verschiedene Behandlungen, um bei Patientinnen und Patienten mit Tennisarm vor allem die Schmerzen zu lindern. Sie umfassen, insbesondere Nicht-Steroidale Anti-Rheumatika (NSAR) als Schmerzmittel, außerdem Physiotherapie. Die Physiotherapie als Krankengymnastik oder manuelle Therapie kann mit einer physikalischen Therapie wie Wärme-, Kälte- oder Elektrotherapie kombiniert werden. In langwierigen Fällen kommt auch ein operativer Eingriff in Frage, bei dem erkranktes Gewebe entfernt oder geglättet wird.
Orthopädische Praxen bieten aber auch die Stoßwellentherapie als Individuelle Gesundheitsleistung an, die bei Beschwerden wegen eines Tennisarms nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird. Die übliche Abkürzung für diese Behandlung ist „ESWT“ für „extrakorporale Stoßwellentherapie“. Es gibt sie in den Varianten fokussierte Stoßwellentherapie und radiale Stoßwellentherapie. „Extrakorporal“ bedeutet, dass Schallwellen von außen durch die Haut auf das zu behandelnde Gewebe gerichtet werden. Fokussierte Stoßwellen wirken dabei punktgenau und dringen tief in das Gewebe ein. Radiale Stoßwellen breiten sich strahlenförmig aus und dringen weniger tief ins Gewebe ein. Eine Behandlung kann je nach Technologie bis zu fünf Termine im Abstand von ein bis zwei Wochen umfassen, durchschnittlich finden drei Anwendungen statt. Die Kosten für drei Anwendungen und mindestens eine zusätzliche Beratung und eine körperliche Untersuchung vor Behandlungsbeginn liegen bei der fokussierten Stoßwellentherapie bei etwa 620 Euro, bei der radialen Stoßwellentherapie bei etwa 120 Euro.
Die gebräuchlichen medizinischen Begriffe für den Tennisarm, auch „Tennisellenbogen“, sind „Epicondylitis lateralis humeri“ oder auch „Epicondylopathia radialis humeri“.
Der Oberarmknochen hat zwei knöcherne Vorsprünge, an denen Muskeln ansetzen, einen inneren und einen äußeren. Für den Tennisarm ist der äußere Ellenbogenknochen ausschlaggebend. Hier setzt die Sehne an, die den Knochen mit dem Unterarmmuskel verbindet, der für die Streckung und Stabilisierung des Handgelenks sorgt.
Wiederholte oder starke Belastungen führen zu kleinen Verletzungen des Sehnenansatzes, von denen sich die Sehne nicht erholen kann. Über die Zeit wird das Gewebe geschädigt und es entstehen die für den Tennisarm typischen Beschwerden.
Man schätzt, dass in Deutschland bis zu drei von einhundert Personen im Laufe ihres Lebens von einem Tennisarm betroffen sind, vor allem im Alter zwischen 40 und 54 Jahren. Frauen und Männer sind etwa gleich häufig betroffen.
Die Stoßwellentherapie ist ein Verfahren, bei dem mit einem Schallkopf Schallwellen mit mehr oder weniger Druck von außen (extrakorporal) durch die Haut auf das zu behandelnde Gewebe übertragen werden.
Es gibt unterschiedliche Arten dieser Behandlungsmethode: die fokussierte und die radiale extrakorporale Stoßwellentherapie. Bei der fokussierten Stoßwellentherapie werden Schallwellen durch elektrische Energie erzeugt, gebündelt und gezielt – also fokussiert – auf einen Punkt im Körper gelenkt. Wegen des hohen fokussierten Drucks gelangen die Schallwellen tief in das Gewebe.
Im Unterschied dazu werden radiale Stoßwellen durch Druckluft erzeugt, die sich strahlenförmig (radial) ausbreiten. Der Druck ist schwächer als bei der fokussierten Stoßwellentherapie und die Wellen dringen nicht so tief in das Gewebe ein.
Die Auswirkung der Stoßwellentherapie ist davon abhängig, wie viel Energie eingesetzt wird. Das kann die Ärztin oder der Arzt in der Behandlung in einem gewissen Rahmen variieren. Je nach Dosis kann die Behandlung schmerzhaft sein. Nach Bedarf kann daher eine örtliche Betäubung gegeben werden. In diesem Fall kommen zu der Behandlung Risiken hinzu, die die örtliche Betäubung mit sich bringt. Durchschnittlich finden drei Anwendungen im Abstand von ein bis zwei Wochen statt. Es können aber auch bis zu 5 Anwendungen innerhalb eines Behandlungszyklus angesetzt werden.
Zurzeit gibt es keine gültige deutsche Leitlinie zur Behandlung des Tennisarms. Die veraltete S2k-Leitlinie „Epicondylopathia radialis humeri“ wird derzeit überarbeitet. Die Suche nach internationalen aktuellen und evidenzbasierten Leitlinien zur Behandlung des Tennisarms ergab zwei Treffer: Eine Leitlinie aus dem Vereinigten Königreich (UK) sieht keinen Nutzen der Stoßwellentherapie und spricht eine deutliche Empfehlung gegen die Stoßwellentherapie aus. Eine japanische Leitlinie gibt keine eindeutige Empfehlung für oder gegen die Stoßwellentherapie.
Wie genau die Stoßwellentherapie wirkt, ist bislang unklar. Sie soll bei Patientinnen und Patienten mit Tennisarm Heilungsprozesse auslösen und dadurch die Schmerzen lindern.
Ergebnis der systematischen Recherche
Das wissenschaftliche Team des IGeL-Monitors hat in der Forschungsliteratur nach Übersichtsarbeiten und zusätzlichen Einzelstudien gesucht, die die Frage nach dem Nutzen und Schaden der fokussierten und der radialen Stoßwellentherapie beim Tennisarm im Vergleich zu keiner Behandlung, einer vorgetäuschten Behandlung oder einer Standardbehandlung untersucht haben. Darüber hinaus wurde nach Studien gesucht, die eine Stoßwellentherapie plus Standardtherapie mit einer alleinigen Standardtherapie verglichen. Als Standardbehandlung haben wir die Physiotherapie als Krankengymnastik oder manuelle Therapie definiert, außerdem eine Kombination aus Physiotherapie und physikalischer Therapie wie Wärme-, Kälte- oder Elektrotherapie. Ebenso galt ein Übungsprogramm, das von den Patientinnen und Patienten nach einmaliger Anleitung eigenständig zuhause durchgeführt wurde, als Standardtherapie. Für die Beurteilung des Nutzens wollten wir wissen, ob die Behandlung Schmerzen verringern und ob sie die Beweglichkeit verbessern kann, und welchen Einfluss die Behandlung auf die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten hat. Für die Beurteilung des Schadens wollten wir herausfinden, ob mit der Stoßwellentherapie unerwünschte Nebenwirkungen einhergehen.
Unsere Bewertung beruht auf der Übersichtsarbeit moderater Vertrauenswürdigkeit von Karanasios et al. 2021 mit 13 für unsere Bewertung relevanten Studien und insgesamt 1.071 Patientinnen und Patienten. Diese Arbeit wurde als Leitreview herangezogen. Des Weiteren wurden sieben aktuelle Einzelstudien und eine weitere Publikation einer Studie , die bereits im Leitreview eingeschlossen war, berücksichtigt.
Karanasios et al. 2021 haben die verschiedenen Arten der Stoßwellentherapie mit einer vorgetäuschten Behandlung, keiner Behandlung, Physiotherapie und als zusätzliche Behandlung zur Physiotherapie verglichen. Dabei haben sie ihr Augenmerk insbesondere auf die Schmerzlinderung und die Verbesserung der Beweglichkeit gerichtet. Die relevanten Studien berichteten überwiegend Ergebnisse für einen Zeitraum von bis zu 3 Monaten. Die in Karanasios et al. 2021 eingeschlossenen sowie die für unsere Forschungsfrage darüber hinaus berücksichtigten Studien eint im Wesentlichen ihre überwiegend kleine Studiengröße: von 30 Patientinnen und Patienten in der kleinsten und 272 in der größten Studie. Ansonsten sind sie eher unterschiedlich – hinsichtlich der untersuchten Vergleiche, der Anwendung der Stoßwellentherapie, der untersuchten Wirkungen , der Nachbeobachtungsdauer und der Messung der Ergebnisse. Die meisten Studien untersuchten den Vergleich der Stoßwellentherapie gegen eine vorgetäuschte Behandlung.
Das Leitreview schätzte die Evidenz qualität der eingeschlossenen 13 Studien zusammenfassend als sehr niedrig bis niedrig ein; die darüber hinaus eingeschlossenen Studien wurden als hoch verzerrt beurteilt.
Die Stoßwellentherapie wäre nützlich, wenn sie Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern könnte. Die ausgewerteten Studien zeigen insgesamt keinen Vorteil der Stoßwellentherapie. Für die verschiedenen Vergleiche, Messzeitpunkte und Wirkungen der Stoßwellentherapie kommen die Studien zu uneinheitlichen bis hin zu widersprüchlichen Ergebnissen: von hochwirksam bis zu unwirksam. Dabei sind die Ergebnisse aus den Studien wenig verlässlich, weil viele als „verzerrt“ eingestuft wurden.
Wir sehen keine Hinweise auf einen Nutzen .
Die Stoßwellentherapie wäre schädlich, wenn sie unerwünschte Nebenwirkungen hätte. Die ausgewerteten Studien zeigen, dass die Stoßwellentherapie schmerzhaft sein und vorübergehend zu Rötungen und Blutergüssen führen kann. Sie scheint aber nicht mit schwerwiegenden Nebenwirkungen einherzugehen. Die Verlässlichkeit der Ergebnisse aus den zusammengefassten Studien wurde unterschiedlich beurteilt: von verlässlichem „niedrig verzerrt“ bis unverlässlichem „hoch verzerrt“.
Wir sehen keine Hinweise auf einen Schaden.
Wir bewerten die IGeL „Stoßwellentherapie bei Tennisarm“ mit „unklar“.
Wir sehen für diese als IGeL angebotene Leistung weder einen Nutzen noch ein erhöhtes Schadens risiko. Diese Einschätzung stützt sich auf die Ergebnisse der als Leitreview herangezogenen systematischen Übersichtsarbeit Karanasios et al. 2021, sieben Einzelstudien und eine zusätzliche Publikation.
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Stoßwellentherapie der Kalkschulter
Stoßwellentherapie beim Fersenschmerz
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Erklärung der Bewertung: positiv: Unserer Ansicht nach wiegt der Nutzen der IGeL deutlich schwerer als ihr Schaden
Erklärung der Bewertung: tendenziell positiv: Unserer Ansicht nach wiegt der Nutzen der IGeL geringfügig schwerer als ihr Schaden
Erklärung der Bewertung: unklar: Unserer Ansicht nach sind Nutzen und Schaden der IGeL ausgewogen, oder wir finden keine ausreichenden Daten, um Nutzen und Schaden zu beurteilen
Erklärung der Bewertung: tendenziell negativ: Unserer Ansicht nach wiegt der Schaden der IGeL geringfügig schwerer als ihr Nutzen
Erklärung der Bewertung: negativ: Unserer Ansicht nach wiegt der Schaden der IGeL deutlich schwerer als ihr Nutzen
Erklärung der Bewertung:
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Der Begriff „Evidenz“ im Kontext der evidenzbasierten Medizin leitet
sich vom englischen Wort „evidence“ (Nachweis, Beweis) ab und bezieht
sich auf die Informationen aus klinischen Studien, die einen Sachverhalt
erhärten oder widerlegen.
"Der Begriff „Evidenz“ im Kontext der evidenzbasierten Medizin leitet
sich vom englischen Wort „evidence“ (Nachweis, Beweis) ab und bezieht
sich auf die Informationen aus klinischen Studien, die einen Sachverhalt
erhärten oder widerlegen.
"Im „Evidenzbericht“ dokumentieren wir unsere Recherche zu Wirksamkeit beziehungsweise Treffsicherheit sowie zu Nutzen und Schaden einer IGeL. Der Evidenzbericht beinhaltet auch die Bewertung nach den Standards des IGeL-Monitors.
In älteren Bewertungen haben wir die Begriffe Ergebnisbericht und Evidenzsynthese verwendet.
„GKV“ steht für die Gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland. Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Gehalt eine bestimmte Obergrenze nicht überschreitet, müssen sich in ihr versichern
"Eine „Leitlinie“ ist eine unverbindliche Handlungsanweisung für Ärztinnen und Ärzte, zum Teil auch für Patientinnen und Patienten. Man unterscheidet je nach wissenschaftlichem Aufwand S1-, S2- und S3-Leitlinien. Das Erstellen von Leitlinien wird von den medizinischen Fachgesellschaften organisiert.
"Eine „Leitlinie“ ist eine unverbindliche Handlungsanweisung für Ärztinnen und Ärzte, zum Teil auch für Patientinnen und Patienten. Man unterscheidet je nach wissenschaftlichem Aufwand S1-, S2- und S3-Leitlinien. Das Erstellen von Leitlinien wird von den medizinischen Fachgesellschaften organisiert.
"Der Medizinische Dienst Bund betreibt den IGeL-Monitor. Er wurde zum 1. Januar 2022 als Nachfolger des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS) errichtet und ist eine medizinische und pflegefachliche Expertenorganisation in der Trägerschaft der 15 Medizinischen Dienste in den Ländern.
"Eine „Nebenwirkung“ ist laut Bundesinstitut für Arzneimittel und
Medizinprodukte (BfArM) „ein unerwünschtes Ereignis, bei dem ein
Zusammenhang zwischen der aufgetretenen Nebenwirkung und einem oder
mehreren angewendeten Arzneimittel/n von einer oder einem Angehörigen eines
Gesundheitsberufes vermutet wird, Anhaltspunkte, Hinweise oder Argumente
vorliegen, die eine Beteiligung des/der Arzneimittel für das Auftreten
der Nebenwirkung plausibel erscheinen lassen oder zumindest eine
Beteiligung der/des angewendeten Arzneimittel/s daran angenommen wird.“
"Eine „Nebenwirkung“ ist laut Bundesinstitut für Arzneimittel und
Medizinprodukte (BfArM) „ein unerwünschtes Ereignis, bei dem ein
Zusammenhang zwischen der aufgetretenen Nebenwirkung und einem oder
mehreren angewendeten Arzneimittel/n von einer oder einem Angehörigen eines
Gesundheitsberufes vermutet wird, Anhaltspunkte, Hinweise oder Argumente
vorliegen, die eine Beteiligung des/der Arzneimittel für das Auftreten
der Nebenwirkung plausibel erscheinen lassen oder zumindest eine
Beteiligung der/des angewendeten Arzneimittel/s daran angenommen wird.“
"Mit „Nutzen“ ist gemeint, ob und wie sehr ein Test oder eine
Behandlungsmethode Patientinnen und Patienten nützt, indem etwa ihre Lebensqualität erhöht oder ihr Leben verlängert wird. Wir unterscheiden
„geringen“ und „erheblichen“ Nutzen, wobei sowohl Größe als auch
Häufigkeit des Nutzens berücksichtigt werden.
"Mit „Nutzen“ ist gemeint, ob und wie sehr ein Test oder eine
Behandlungsmethode Patientinnen und Patienten nützt, indem etwa ihre Lebensqualität erhöht oder ihr Leben verlängert wird. Wir unterscheiden
„geringen“ und „erheblichen“ Nutzen, wobei sowohl Größe als auch
Häufigkeit des Nutzens berücksichtigt werden.
"Mit „Schaden“ ist gemeint, ob und wie sehr eine Untersuchung oder eine Behandlung Patientinnen und Patienten schadet, indem etwa ihre Lebensqualität verringert oder ihr Leben verkürzt wird. Wir unterscheiden „geringen“ und „erheblichen“ Schaden, wobei dabei sowohl Größe als auch Häufigkeit des Schadens berücksichtigt werden. Bei Vorsorge-, Früherkennungsuntersuchungen und invasiven Behandlungen gehen wir auch ohne Studien grundsätzlich von „Hinweisen auf einen geringen Schaden“ aus.
"Mit „Schaden“ ist gemeint, ob und wie sehr eine Untersuchung oder eine Behandlung Patientinnen und Patienten schadet, indem etwa ihre Lebensqualität verringert oder ihr Leben verkürzt wird. Wir unterscheiden „geringen“ und „erheblichen“ Schaden, wobei dabei sowohl Größe als auch Häufigkeit des Schadens berücksichtigt werden. Bei Vorsorge-, Früherkennungsuntersuchungen und invasiven Behandlungen gehen wir auch ohne Studien grundsätzlich von „Hinweisen auf einen geringen Schaden“ aus.
"Mit „Schaden“ ist gemeint, ob und wie sehr eine Untersuchung oder eine Behandlung Patientinnen und Patienten schadet, indem etwa ihre Lebensqualität verringert oder ihr Leben verkürzt wird. Wir unterscheiden „geringen“ und „erheblichen“ Schaden, wobei dabei sowohl Größe als auch Häufigkeit des Schadens berücksichtigt werden. Bei Vorsorge-, Früherkennungsuntersuchungen und invasiven Behandlungen gehen wir auch ohne Studien grundsätzlich von „Hinweisen auf einen geringen Schaden“ aus.
"Eine „Studie“ ist eine wissenschaftliche Untersuchung. Eine klinische Studie testet die Wirksamkeit von medizinischen Verfahren oder Medikamenten an Patientinnen und Patienten. Studien durchlaufen verschiedene Phasen und und kommen in unterschiedlichen Qualitätsstufen vor. Die höchste Qualität und damit Aussagekraft wird einer Studie zugesprochen, bei der die Studienteilnehmenden zufällig auf zwei Gruppen verteilt werden, von denen die eine mit dem Verfahren untersucht oder behandelt wird und die andere als Kontrolle dient. Diese Studien nennt man „randomisierte kontrollierte Studien„ oder kurz RCT.
"Eine „Studie“ ist eine wissenschaftliche Untersuchung. Eine klinische Studie testet die Wirksamkeit von medizinischen Verfahren oder Medikamenten an Patientinnen und Patienten. Studien durchlaufen verschiedene Phasen und und kommen in unterschiedlichen Qualitätsstufen vor. Die höchste Qualität und damit Aussagekraft wird einer Studie zugesprochen, bei der die Studienteilnehmenden zufällig auf zwei Gruppen verteilt werden, von denen die eine mit dem Verfahren untersucht oder behandelt wird und die andere als Kontrolle dient. Diese Studien nennt man „randomisierte kontrollierte Studien„ oder kurz RCT.
"Eine „Studie“ ist eine wissenschaftliche Untersuchung. Eine klinische Studie testet die Wirksamkeit von medizinischen Verfahren oder Medikamenten an Patientinnen und Patienten. Studien durchlaufen verschiedene Phasen und und kommen in unterschiedlichen Qualitätsstufen vor. Die höchste Qualität und damit Aussagekraft wird einer Studie zugesprochen, bei der die Studienteilnehmenden zufällig auf zwei Gruppen verteilt werden, von denen die eine mit dem Verfahren untersucht oder behandelt wird und die andere als Kontrolle dient. Diese Studien nennt man „randomisierte kontrollierte Studien„ oder kurz RCT.
"Eine „Übersichtsarbeit“ wird auch als „Review“ bezeichnet. Unterschieden werden unsystematische Reviews, die mehrere Originalartikel meist über klinische Studien zitieren, und systematische Reviews, die transparent darlegen, wie sie Artikel gesucht haben und wie sie die einzelnen Artikel bewerten. Systematische Reviews können sehr hilfreich sein, weil sie den bestmöglichen Überblick über die Studienlage geben.
"Eine „Übersichtsarbeit“ wird auch als „Review“ bezeichnet. Unterschieden werden unsystematische Reviews, die mehrere Originalartikel meist über klinische Studien zitieren, und systematische Reviews, die transparent darlegen, wie sie Artikel gesucht haben und wie sie die einzelnen Artikel bewerten. Systematische Reviews können sehr hilfreich sein, weil sie den bestmöglichen Überblick über die Studienlage geben.
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