Ultraschall der Brust zur Krebsfrüherkennung

Kann die Ultraschall-Untersuchung Frauen davor bewahren, an Brustkrebs zu sterben?

Ärztin stellt Gerät zur Mammasonographie einBild: Digitale-fotografien/Adobe Stock

IGeL-Info kompakt

IGeL-Steckbrief
Fachgebiete Frauenheilkunde und Geburtshilfe , Radiologie
Bereich Geschlechtsorgane der Frau
Anlass

Früherkennung von Brustkrebs

Verfahren

Ultraschall

Kosten

In der Regel zwischen 26 und 60 Euro

GKV-Leistung

jährliches Abtasten der Brust und der Achselhöhlen sowie Anleiten zur Selbstuntersuchung der Brust ab dem 30. Lebensjahr, zweijährliche Untersuchung im Mammografie- Screening -Programm zwischen dem 50. und 75. Lebensjahr

Wir bewerten die IGeL „Ultraschall der Brust zur Krebsfrüherkennung“ mit „unklar“. Von „Früherkennung“ spricht man bei einer medizinischen Untersuchung, die stattfindet, ohne dass man sich krank fühlt – mit dem Ziel, eine möglicherweise vorhandene Erkrankung frühzeitig zu finden, bevor sie Beschwerden verursacht.

Diese Bewertung gilt für erwachsene Frauen, die kein erhöhtes Brustkrebs-Risiko haben.

Wenn Brustkrebs früh erkannt wird, ist er meistens gut heilbar. Im Jahr 2009 wurde deshalb flächendeckend in Deutschland das Mammografie- Screening für Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren eingeführt. Seit Juli 2024 werden Frauen bis zum Alter von 75 Jahren jedes zweite Jahr zur Mammografie-Untersuchung eingeladen.

Eine von acht Frauen bekommt in ihrem Leben Brustkrebs. Seit der Einführung des Mammografie- Screenings in Deutschland können mehr Brustkrebs-Erkrankungen früh entdeckt und behandelt werden und weniger Frauen versterben an der Erkrankung.

In Deutschland werden zur Früherkennung außerdem Ultraschall und Magnetresonanztomografie (MRT, auch „Kernspin“) als IGeL angeboten.

Im Jahr 2024 lag der Brust-Ultraschall laut IGeL-Bericht auf dem 6. Platz der am häufigsten in Anspruch genommen IGeL in Deutschland. Der Ultraschall kostet eine Frau pro Untersuchung in der Regel inklusive Beratung zwischen 26 und 60 Euro.

Das wissenschaftliche Team des IGeL-Monitors wollte wissen, ob der Ultraschall als Ergänzung zur oder anstelle der Mammografie Frauen zum Beispiel davor bewahren kann, an Brustkrebs zu sterben.

In unserer gründlichen Suche nach wissenschaftlichen Studien haben wir keine Studien gefunden, die diese Frage untersucht haben. Wir wissen also nicht, ob die Ultraschall-Untersuchung einen Nutzen für die Frauen hat. Das gilt sowohl für den Fall, dass Frauen den Ultraschall zusätzlich zum Mammografie- Screening durchführen lassen, als auch für den Fall, dass sie ihn anstelle des Screenings durchführen lassen.
Außerdem hat das wissenschaftliche Team untersucht, welche Schäden möglich sind.  Auch das wissen wir nicht, da dazu keine Daten vorliegen. Jede Untersuchung zur Krebsfrüherkennung kann grundsätzlich zu sogenannten indirekten Schäden führen. Es kann mitunter zu Fehlalarme n kommen, wenn ein Befund falsch-positiv ausfällt. Frauen sind dann unbegründet beunruhigt oder lassen unnötige Kontrolluntersuchungen oder eine Biopsie durchführen. Für eine Biopsie entnimmt die Ärztin oder der Arzt eine kleine Gewebeprobe, um diese zu untersuchen. Außerdem werden mitunter Tumore entdeckt, die ohne Untersuchung nie Beschwerden verursacht hätten – sogenannte Überdiagnosen . Solche Tumore werden behandelt, obwohl es nicht nötig wäre. Damit müssen Frauen also rechnen, wenn sie sich per Ultraschall untersuchen lassen.
Wir können aber nicht sagen, wie häufig so etwas vorkommt. Wenn Frauen einzelne Mammografie-Untersuchungen durch Ultraschall-Untersuchungen ersetzen, setzen sie sich weniger Röntgenstrahlen aus. Das Risiko, wegen der Strahlung des Mammografie- Screenings an Krebs zu erkranken, wird jedoch als sehr gering eingeschätzt. Deshalb sehen wir insgesamt keine Hinweise auf einen Nutzen und auch keine Hinweise auf einen Schaden.

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https://www.igel-monitor.de/igel-a-z/igel/show/ultraschall-der-brust-zur-krebsfrueherkennung.html

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Fachgebiete Frauenheilkunde und Geburtshilfe , Radiologie
Bereich Geschlechtsorgane der Frau
Anlass

Früherkennung von Brustkrebs

Verfahren

Ultraschall

Kosten

In der Regel zwischen 26 und 60 Euro

GKV-Leistung

jährliches Abtasten der Brust und der Achselhöhlen sowie Anleiten zur Selbstuntersuchung der Brust ab dem 30. Lebensjahr, zweijährliche Untersuchung im Mammografie- Screening -Programm zwischen dem 50. und 75. Lebensjahr

IGeL

Zur Früherkennung von Brustkrebs wurde in Deutschland im Jahr 2009 das Programm zum Mammografie- Screening eingeführt. Seitdem hatte jede Frau zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Mammografie-Untersuchung im Screening-Programm. Seit Juli 2024 können Frauen bis zum Alter von 75 Jahre am Mammografie-Screening teilnehmen. Außerdem kann jede Frau ab 30 Jahren ihre Brust und Achselhöhlen bei der jährlich angebotenen frauenärztlichen Untersuchung abtasten und sich über die Selbstbeobachtung informieren lassen. Darüber hinaus kommen auch andere Untersuchungen zum Einsatz, um Brustkrebs früh zu erkennen, wie der Ultraschall und die Magnetresonanztomografie (MRT). Der Ultraschall ist zur Abklärung auffälliger Tast- oder Mammografie-Befunde Kassenleistung. Zur Früherkennung von Brustkrebs ist die Ultraschall-Untersuchung jedoch eine IGeL. Sie wird als strahlungsfreie und einfache Maßnahme beworben und entweder ergänzend zur Mammografie oder anstelle der Mammografie eingesetzt. „Ergänzend“ heißt, dass die Ultraschall-Untersuchung vor dem Alter von 50 Jahren, also vor dem Mammografie-Screening, oder im Alter von 50 bis 75 Jahren zusätzlich zum Mammografie-Screening, zum Beispiel in der Zeit zwischen den alle zwei Jahre angebotenen Mammografie- Screenings , oder ab dem Alter von 76 Jahren, also nach dem Mammografie-Screening, durchgeführt wird. Eine Ultraschall-Untersuchung kostet in der Regel zwischen 26 und 60 Euro.

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Gesundheitsproblem

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Im Jahr 2022 haben in Deutschland 74 500 Frauen die Diagnose Brustkrebs erhalten. Etwa eine von acht Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, steigt mit dem Lebensalter. Im Mittel wird Brustkrebs bei Frauen im Alter von 65 Jahren entdeckt; eine von sechs Frauen ist jünger als 50 Jahre.

Brustkrebs entsteht, wenn sich die genetischen Informationen von Zellen in der Brustdrüse so verändern, dass sie sich unkontrolliert zu teilen beginnen. Es kommt zu Gewebsveränderungen, die sich als Knoten oder Wucherungen in der Brust zeigen können. Wie und warum es zu Brustkrebs kommt, kann von verschiedenen Faktoren abhängen. Zu den wichtigsten nicht veränderlichen Risikofaktoren für Brustkrebs gehören ein höheres Alter, ein erhöhtes familiäres oder genetisch bedingtes Risiko und hormonelle Veränderungen. Auch ein dichtes Brustdrüsengewebe kann ein Risikofaktor für Brustkrebs sein. Zu den beeinflussbaren Risikofaktoren einer Brustkrebs-Erkrankung, die allerdings eine eher geringe Rolle im Vergleich zu den nichtveränderlichen Risikofaktoren zu spielen scheinen, gehören Übergewicht und Bewegungsmangel in oder nach den Wechseljahren, Alkoholkonsum und das Rauchen. Entsprechend senken ein normales Gewicht, Sport, gesunde Ernährung sowie der Verzicht auf Alkohol und das Rauchen das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.

Die Heilungschancen für Brustkrebs im frühen Stadium sind gut. Meistens erfolgt zunächst eine Operation, bei der der Tumor und das umliegende Gewebe entfernt werden. Ergänzende Behandlungsmöglichkeiten können Bestrahlung, Hormon-, Antikörper- und Chemotherapie sein, je nach Brustkrebsart und Stadium der Erkrankung. Fortgeschrittene Erkrankungen erfordern eine umfassendere und länger andauernde Behandlung.

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Methode

Ultraschall-Untersuchungen werden in der Medizin sehr häufig eingesetzt. Bei diesem sogenannten bildgebenden Verfahren können mit Hilfe von Ultraschallwellen Körperstrukturen wie Organe oder Blutgefäße sichtbar gemacht werden. Schallwellen werden ausgesendet und von den verschiedenen Geweben unterschiedlich stark reflektiert. Aus den zurückgesendeten Schallwellen wird nahezu in Echtzeit ein zweidimensionales Bild berechnet. Vorteile des Ultraschalls sind, dass er in der Regel schnell anwendbar und nicht schmerzhaft ist. Außerdem funktioniert eine Ultraschall-Untersuchung ohne Strahlenbelastung.

Für die Untersuchung trägt die Ärztin oder der Arzt ein Kontaktgel auf die Haut auf, um die Schallwellen besser zu leiten. Dann fährt die Ärztin oder der Arzt mit dem Schallkopf über die Haut, um die darunter liegenden Strukturen sichtbar zu machen. Bei der weiblichen Brust erreicht der Ultraschall eine sehr gute Darstellung auch kleinerer Strukturunterschiede. Auch eine Brust mit dichtem Drüsengewebe kann mit dem Ultraschall untersucht und beurteilt werden – in der Mammografie kann das diagnostische Schwierigkeiten bereiten.

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Empfehlungen anderer

Die deutschen Fachgesellschaften haben im Jahr 2021 eine ärztliche Leitlinie der höchsten Qualitätsstufe (S3) zu Brustkrebs verabschiedet. Darin steht:

  • Die Mammografie ist die einzige Methode, von der belegt ist, dass sie Frauen vor dem Brustkrebstod bewahren kann.
  • Ob eine Ultraschalluntersuchung der Brust verhindert, dass Frauen an Brustkrebs sterben, ist nicht belegt.
  • Die Ultraschalluntersuchung kann vor allem bei Frauen mit hoher Brustdichte öfter Veränderungen finden. Das führt zu einer höheren Rate an Kontrolluntersuchungen und Biopsien.
  • Für den Einsatz als ergänzende bildgebende Methode ist der Ultraschall der Brust geeignet; er zeigt die beste Balance zwischen Nutzen und Risiko.
  • Als alleinige Methode zur Brustkrebsfrüherkennung „kann der systematische Einsatz von Ultraschall nicht empfohlen werden“ – so die Empfehlung der deutschen Fachgesellschaften.

Eine US-amerikanische Leitlinie empfiehlt Frauen im Alter zwischen 40 und 74 Jahren ohne erhöhtes Risiko für eine Brustkrebserkrankung ein Mammografie- Screening . Für Frauen mit hoher Dichte des Brustgewebes weist die Leitlinie auf die fehlende Evidenz zu Nutzen und Schaden einer zusätzlichen Ultraschalluntersuchung der Brust hin. Es gibt keine Empfehlung für oder gegen eine alleinige oder zusätzliche Ultraschalluntersuchung der Brust. Das gilt auch für Frauen mit normaler Dichte des Brustgewebes.

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Bewertung

Wirkung

Diese IGeL soll eine frühzeitige Erkennung von Brustkrebserkrankungen bewirken.

Ergebnis der systematischen Recherche

Das wissenschaftliche Team des IGeL-Monitors suchte in der Forschungsliteratur nach Übersichtsarbeiten , die der Frage nach dem Nutzen einer Ultraschall-Untersuchung bei beschwerdefreien Frauen im Vergleich zur Mammografie alleine oder als ergänzende Untersuchung nachgegangen sind. Zwei Übersichtsarbeiten entsprachen den Kriterien für die vorliegende Bewertung. Als leitend zur Beantwortung der Frage hat das wissenschaftliche Team des IGeL-Monitors die qualitativ hochwertige Übersichtsarbeit Glechner et al. 2023 genutzt. In dieser Übersichtsarbeit wurde eine den Kriterien der vorliegenden Untersuchung entsprechende Studie ausgewertet: die japanische J-START Studie. Dabei handelt es sich um eine methodisch gut durchgeführte Studie, in der eine Gruppe Frauen die zwei Untersuchungen Ultraschall und Mammografie erhielten, und die andere Gruppe nur eine Mammografie. Zum direkten Vergleich zwischen der Mammografie und Ultraschall wurden keine Studien gefunden.

Nutzen

Der Ultraschall der Brust zur Krebsfrüherkennung wäre nützlich, wenn er brustkrebsbedingte Symptome oder Schmerzen verringern oder vermeiden, die gesundheitsbezogene Lebensqualität verbessern könnte oder verhindern würde, dass Frauen an Brustkrebs sterben.

Die Forschungsfrage bleibt unbeantwortet, da keine Studien gefunden wurden, die den Nutzen für Patientinnen untersuchten. Es gab keine Studien, auch nicht die J-Start- Studie , die untersuchten, ob dank Ultraschall weniger Frauen an Brustkrebs sterben, ob brustkrebsbedingte Symptome oder Schmerzen geringer sind oder ob die Lebensqualität besser ist, wenn Frauen sich für eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung der Brust entscheiden. Eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung führte zwar zur Entdeckung einiger zusätzlicher Brustkrebs-Erkrankungen. Insgesamt bleibt aber unklar, ob diese zusätzlich früh entdeckten Brustkrebserkrankungen auch dazu führten, dass weniger Frauen starben.

Schaden

Der Ultraschall der Brust zur Krebsfrüherkennung wäre schädlich, wenn die Untersuchung direkt oder indirekt zu Gesundheitsschäden führen oder die Lebensqualität beeinträchtigen würde. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn diese Untersuchung falschen Alarm schlägt und so unnötige Sorgen, Ängste oder Schmerzen verursacht oder zu unnötigen zusätzlichen Untersuchungen wie Biopsien führt; außerdem, wenn sie Tumore entdeckt, die ohne Untersuchung nie Beschwerden verursacht hätten – sogenannte Überdiagnosen . Für eine Biopsie entnimmt die Ärztin oder der Arzt eine kleine Gewebeprobe, um diese zu untersuchen.

Wie zum Nutzen fehlt es auch zum Schaden an Aussagen aus Studien, sodass auch die Frage nach einem Schaden der Ultraschalluntersuchung der Brust als Früherkennung unbeantwortet bleibt. Immerhin liefert die J-START- Studie erste Hinweise , dass Frauen nach einer ergänzenden Ultraschalluntersuchung öfter auffällige Befunde erhalten, die falsch sind, und dass sie öfter Biopsien erhalten. Unklar bleibt, wie oft Überdiagnosen vorkommen oder wie häufig falsch positive Untersuchungs-Ergebnisse zu unnötigen Biopsien oder Behandlungen führen oder in welchem Ausmaß solche Ergebnisse Angst und Sorge bei Frauen auslösen.

Fazit

Wir bewerten die IGeL „Ultraschall der Brust zur Krebsfrüherkennung“ mit „unklar“; das gilt für erwachsene Frauen, die kein besonders erhöhtes Brustkrebs-Risiko haben. Diese Einschätzung basiert auf der als Leitreview herangezogenen systematischen Übersichtsarbeit von Glechner et al. 2023 und den darin berichteten Ergebnisse der J-START- Studie. Aus den vorliegenden Studienergebnisse n zur als IGeL angebotenen Ultraschalluntersuchung der Brust lassen sich keine Vor- oder Nachteile im Vergleich zum Mammografie- Screening ableiten.

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Merkblatt für das Praxisgespräch

Ultraschall der Brust zur Krebsfrüherkennung

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Allgemeine Informationen zu dieser IGeL

  • Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Im Jahr 2022 haben in Deutschland 74 500 Frauen die Diagnose Brustkrebs erhalten.
  • Wenn Brustkrebs früh erkannt wird, ist er meistens gut heilbar. Deshalb gibt es in Deutschland neben der jährlichen frauenärztlichen Krebsvorsorge-Untersuchung das Mammografie- Screening. Frauen im Alter von 50 bis 75 sind jedes zweite Jahr zur Mammografie-Untersuchung eingeladen.
  • Neben dem Mammografie- Screening  wird zur Früherkennung von Brustkrebs der Ultraschall angeboten.
  • Kassen bezahlen den Ultraschall als Früherkennungsuntersuchung nicht.
  • Der Ultraschall kostet eine Frau pro Untersuchung in der Regel inklusive Beratung bis zu 60 Euro.

Was sagt der IGeL-Monitor über den Nutzen?

  • Der Ultraschall der Brust zur Krebsfrüherkennung wäre nützlich, wenn er brustkrebsbedingte Symptome verringern oder vermeiden könnte, die Lebensqualität verbessern könnte – oder verhindern würde, dass Frauen an Brustkrebs sterben.
  • Das wissenschaftliche Team des IGeL-Monitors suchte in der Forschungsliteratur nach Übersichtsarbeiten, die der Frage nach dem Nutzen des Ultraschalls bei beschwerdefreien Frauen im Vergleich zur Mammografie alleine oder in Ergänzung zur Mammografie nachgegangen sind.
  • Es wurden keine relevanten Studien zum Nutzen gefunden.
  • Die Forschungsfrage bleibt somit unbeantwortet.

Was sagt der IGeL-Monitor über den Schaden? 

  • Der Ultraschall der Brust zur Krebsfrüherkennung wäre schädlich, wenn er zu Gesundheitsschäden führen oder die Lebensqualität der Frauen beeinträchtigen würde.
  • Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn beim Ultraschall eine Brustkrebserkrankung diagnostiziert wird, die sich ohne diese Untersuchung nie bemerkbar gemacht hätte, oder wenn der Ultraschall falschen Alarm schlägt.
  • Es wurden keine relevanten Studien zum Schaden gefunden. Es gibt aber erste Hinweise, dass Frauen nach einem ergänzenden Ultraschall öfter auffällige Befunde erhalten, die falsch sind, und dass sie öfter Biopsien erhalten. Unklar bleibt, wie oft das vorkommt und wie oft solche Ergebnisse Angst und Sorge bei Frauen auslösen.
  • Die Forschungsfrage bleibt somit unbeantwortet.

Was meint der IGeL-Monitor?

  • Unsere Bewertung der IGeL Ultraschall der Brust zur Krebsfrüherkennung lautet „unklar“.
  • Sowohl zum Nutzen auch auch zum Schaden fehlt es an Aussagen aus aussagekräftigen Studien.

Woher weiß der IGeL-Monitor das?

  • Analyse internationaler Forschungser­gebnisse durch das Team des IGeL-Monitors.
  • Die Analyse basiert auf den Ergebnissen von 1 systematischen Übersicht, die als Leitreview herangezogen wurde.
  • Detaillierte Informationen zur Analyse unter www.igel-monitor.de.

Was ist der IGeL-Monitor?

  • Der IGeL-Monitor analysiert Nutzen und Schaden von IGeL (auch „Selbstzahlerleistungen“), damit Versicherte sich informieren können.
  • Träger: Medizinischer Dienst Bund

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